Über die Künstlerin...


Schön, dass Sie den Weg auf meine Internetseiten gefunden haben. Mein Name ist Angelika Spring-Eschenmoser. Die meisten nennen mich Angie und so bin ich auch in der 1:12-Miniaturenwelt bekannt. Ich bin glücklich verheiratet und habe drei erwachsene Kinder.

Im Sternzeichen Wassermann geboren habe ich schon als kleines Mädchen die Liebe zum kreativen Zeichnen, Malen und Basteln gefunden. Sogar Puppenstuben aus Schuhschachteln wurden von mir eifrig gebastelt inklusive Einrichtung und Bewohner. Mein Traumberuf war Bildhauerin. Leider ließ der allzu frühe Tod meines Vaters, den Wunsch, eine Kunstgewerbeschule zu besuchen, nie Realität werden. So blieb es lange Zeit mein Hobby.
Angefangen hat das Ganze aber in den 80er Jahren mit modellierten Clowns und Porzellanpuppen auf Kunsthandwerkermärkten. In den 90er Jahren modellierte ich grosse Puppen aus Cernit und 1992 entstanden die ersten Repros im Maßstab 1:12.

Ich besuchte in der gesamten Schweiz die Puppenbörsen und die ganz kleinen Porzellan-Babies erweckten das Interesse der Besucher. Das gab mir Ansporn, weitere Babies und Kinder nach eigenen Ideen zu kreieren. So entstanden die ersten Unikate. Mit meinen neuen Kreationen reiste ich nach Deutschland und Österreich. Mit mehreren Eurodolls im Gepäck kam ich von Bregenz mit der Bestätigungn nach Hause, dass meine Arbeiten dem Publikum gefielen. Es folgten Miniaturenmessen in Soest, Gießen, Stuttgart, Mailand, London und den USA.
Die vielen Ideen die ich habe sind aus dem Leben gegriffen und oftmals Momentaufnahmen. Meine Arbeit, die ich über alles liebe, lässt mich abtauchen in meine eigene Welt. Mit der Liebe zum Detail vergesse ich oft die Zeit und arbeite bis tief in die Nacht hinein.

Ich freue mich darauf auch in Zukunft meine Ideen zu verwirklichen um mit meinen Miniaturen noch viele Leute zu begeistern.

Angie



Ein Baby wird geboren...
(Exemplarische, verkürzte Darstellung der Entstehung eines meiner Babies)


Das flüssige Porzellan wird in eine grobe Grundform gegossen und so bald es etwas fest ist, wird es herausgenommen. Los geht es mit schnipseln. Dann mache ich mit dem Skalpell die ersten groben Gesichtszüge und die Körperhaltung.
Das Köpfchen des Babies wird mit dem Skalpell im ledernen Zustand bearbeitet. Wenn das Baby fertig ist, ritze ich das Markenzeichen ein, mein Nachname und die Jahreszahl. Danach wird es nach mehrmaliger Kontrolle auf Quarzsand "gebettet" und in den Ofen gelegt. Dann wird es bei knapp 1200° einige Stunden gebrannt. Nach dem Brand wird es erneut kontrolliert und schön fein geschliffen.
Ich freue mich jedes Mal, wenn ich das Baby mit Farbe "zum Leben erwecken" kann. Damit ich den natürlichen Effekt erzielen kann, brauche ich mindestens drei Farbbrände. Bei manchen Figuren male und brenne ich bis zu sechsmal. Am Schluss signiere ich das Baby auf dem Rücken mit meinem Vornamen, dem Monat und der Jahreszahl. Abschließend wird bei ca. 750° gebrannt. Das Baby wird nun zusammengesetzt und bekommt feine Haare. Danach wird es gewickelt und mit dem fein gestrickten Pullover eingekleidet.